MAMP-Virtual-Hosts mit iOS öffnen

Viele Coder entwickeln ihre Webseiten lokal mit MAMP bzw. MAMP Pro. Wer seine Projekte auch für mobile Endgeräte optimieren möchte, hat mit SquidMan nun die Möglichkeit seine Virtual-Hosts via iPad und co. aufzurufen. Mit dem Programm kann in wenigen Schritten ein Proxy konfiguriert werden. Dieser ermöglicht das spätere Betrachten lokaler Projekte auf iOS-Geräten. Doch der Reihe nach.

SquidMan installieren und Port einrichten

SquidMan Einstellungen
SquidMan Einstellungen

Unter squidman.net/squidman kann die aktuelle Version heruntergeladen werden. Nach der Installation, müssen die Programm-Einstellungen geöffnet werden, um den Proxy zu konfigurieren. Wichtig ist hier die Bestimmung des Ports: Sofern der vorgeschlagene Port 8080 bereits vergeben ist, muss er hier neu definiert werden.

Im Tab „Clients“ kann bestimmt werden, welche Benutzer auf den neuen Proxy zugreifen können. Es kann entweder ein ganzes Subnet freigegeben werden (10.10*) oder aber einzelne Hosts – rechts unten werden Beispiele gezeigt. Ich selbst habe mich für letzteres entschieden und die IP-Adressen meiner mobilen Endgeräte eingetragen. Die IP-Adresse des jeweiligen iOS-Devices ist unter den Wi-Fi-Einstellungen ersichtlich.

Nun kann SquidMan gestartet werden. Jetzt muss der Proxy nur noch bei den Clients eingerichtet werden.

Proxy bei iPad und co. einrichten

iOS Wi-Fi-Einstellungen
iOS Wi-Fi-Einstellungen

Man nehme das gewünschte iOS-Device zur Hand und öffne die Wi-Fi-Settings unter “Einstellungen”. Jenes WLAN mit dem auch der lokale Rechner verbunden ist, muss gewählt werden. Danach auf den blauen Pfeil neben dem Netzwerknamen klicken, um zu den erweiterten Einstellungen zu gelangen.

Hinweis: Unter dem Punkt DHCP ist die aktuelle IP-Adresse ersichtlich. Wer SquidMan nur für dieses Gerät freigeben möchte, kann diese Adresse verwenden um sie in den Proxy-Einstellungen unter „Clients“ einzutragen.


Weiter unten bei den Einstellungen kann ein HTTP-Proxy eingetragen werden. Hier den Punkt „Manuel“ wählen. Als Server muss die IP-Adresse des lokalen Rechners verwenden werden. Diese findet man unter „Einstellungen / Netzwerk„. Danach den Port eintragen welchen man vorher in SquidMan hinterlegt hat.

Der Zugang zum Internet sollte nun bereits möglich sein, die lokalen Virtual-Host-URLs allerdings noch einen Zugriffs-Fehler liefern.

MAMP-Einstellungen
MAMP-Einstellungen

MAMP Pro konfigurieren

Mit MAMP Pro ist es möglich unter „Hosts“ alle lokalen virtuellen Domains zu verwalten. Bei jenen Hosts die zukünftig auch über den Proxy aufrufbar sein sollen, muss allerdings noch manuell der IP/Port des lokalen Rechners eingetragen werden.

Fertig, hoffentlich!

Nun muss sowohl MAMP als auch SquidMan neugestartet werden. Bei mir war sogar ein Neustart des kompletten Systems notwendig. Danach sollte es euch möglich sein eure lokalen Virtual Hosts auch auf den mobilen Endgeräten zu betrachten.

Hintergründe in Wunderlist ändern

Als das Berliner Start-Up 6Wunderkinder vor einem Jahr begann ein Aufgabenverwaltungs-Tool zu programmieren, gab es bereits dutzende Programme auf dem Markt, die mit ähnlichen oder sogar weit interessanteren Funktionen für Benutzer zur Verwaltung ihrer Aufgaben zur Verfügung standen. 500.000 registrierte Anwender und weit über 10 Millionen Einträge später, stellt sich die Frage, wie das Unterfangen trotzdem zum Erfolg wurde. Ein maßgeblicher Grund dafür dürfte das ansprechende und zeitgemäße Oberflächen-Design und die klare Strukturierung der Anwendung sein. Auffallend sind vor allem die modernen Hintergrundbilder der Wunderlist, die sich nahtlos in die Applikation integrieren. Zwölf Bilder stehen den Benutzern zur Auswahl – Wer eigene verwenden möchte, kann dies durch einen kleinen Trick bewerkstelligen.

Eigene Wunderlist-Hintergründe in Mac OSX

  1. Im Finder zu den Programmen wechseln.
  2. Danach den Eintrag “Wunderlist” suchen und mit einem Rechtsklick die Option “Paketinhalt anzeigen” wählen.
  3. Danach in den Order Contents/Resources/backgrounds wechseln.
  4. Hier liegen alle für die Wunderlist-Applikation verwendeten Hintergrundbilder. Hier einfach den gewünschten Hintergrund mit einem bestehenden ersetzen. Name und Dateiendung müssen ident sein.
  5. Wunderlist neu starten und schon kann man das eigene Bild nutzen.

Eigene Hintergründe für Windows-Nutzer

  1. Den Windows Explorer öffnen und zum Ordner Program Files/Wunderlist/Resources/backgrounds navigieren.
  2. Danach Punkt 3-5 der Mac OSX-Erklärung durchführen. Fertig!

Geht das auch mit iPhone und iPad?

Die Veränderung der Hintergründe am iPhone oder iPad konnte ich nicht erfolgreich testen. Meine Suche führte mich allerdings zum Ort an dem die Bilder zu finden sind. Im Benutzerorder unter Musik/iTunes/Mobile Applications gibt es die Datei Wunderlist 1.2.1.ipa. Die Dateiendung muss auf .zip umbenannt werden, um das Paket zu entpacken. Danach kann man wiederum den Paketinhalt der App selbst öffnen und dort die Hintergründe ändern. Daraufhin wieder den Ordner zippen und die Dateiänderung auf .ipa zurück ändern. Wie jedoch die App wieder erfolgreich auf das mobile Endgerät zurück kommt, ist mir unklar, zumindest ohne Jailbreak. Vielleicht kann hier jemand Erfahrungen in den Kommentaren hinterlassen.


Und was ist mit den Hintergründen auf der Website?

Sofern Nachfrage besteht, könnte man ein Greasemonkey-Script basteln, das die Hintergründe unter www.wunderlist.com auf den jeweiligen Benutzer anpasst. Funktionsfähig wäre diese Erweiterung dann in allen Browsern die User-Scripts unterstützen (auch Opera kann das). Bisher ist mir kein Script bekannt, die diese Aufgabe erfüllt.

Auflösung und Dateiendung beachten

Die Macher der Wunderlist empfehlen eine Auflösung des Hintergrundbildes von 1920 x 1080 Pixel, sofern die Anwendung im Vollbild-Modus genutzt wird. Wie oben beschrieben ist dazu die Dateiendung JPG erforderlich, um das eigene Bild zu nutzen.

Eine generelle Implementierung einer benutzerdefinierten Hintergrund-Nutzung in die Wunderlist wäre selbstverständlich hilfreich. Mit einer derartigen Anzahl an Benutzern ist dies allerdings auch ein Kostenfaktor – Thema Hosting.