OSX: Ordner schneller kopieren mit dem Terminal

Beim Sichern auf eine externe Festplatte passieren wundersame Dinge: Der Finder berechnet für das Kopieren von 35 GB eine Dauer von mehreren Stunden. Das ist eigenartig, da innerhalb der ersten 15 Sekunden fast 300 MB kopiert wurden, der Vorgang danach aber spürbar langsamer wird. Die Restzeit von Anfangs 20 Minuten steigt auf mehrere Stunden. Handelt es sich hier um einen Fehler?

Kopiert man den Ordner stattdessen über das Terminal ist man plötzlich viel schneller am Ziel.


Ordner kopieren via Terminal

[js]cp -r [Zu kopierender Ordner] [Ziel-Ordner]/[/js]

Auch hier stelle ich nach mehreren Minuten Schwankungen der Kopiergeschwindigkeit fest, allerdings nicht so stark wie beim Finder. Warum das allerdings so ist, entzieht sich meines Wissens. Mehrere Tests bestätigten aber meine Vermutung. Meine klare Empfehlung also: Wenn der Finder beim Kopieren in den Winterschlaf fällt, einfach den Vorgang via Terminal starten.

OSX: Hobbit und Herr der Ringe Easter Egg

Der Hobbit: Eine unerwartete Reise
Jetzt im Kino: Der Hobbit

Pünktlich zur Premiere von „Der Hobbit: Eine unerwartete Reise“ fand MacObserver ein tolles Easer-egg in Mac OSX. Die Suche nach dem Zeitpunkt bestimmter wichtiger Ereignisse in „Herr der Ringe“ oder „Der Hobbit“, ist nun viel einfacher, da diese direkt via Terminal abrufbar sind. Viel Spaß beim Probieren!

Herr der Ringe und Hobbit Timeline im Terminal anzeigen

  • Das Terminal öffnen
  • cat /usr/share/calendar/calendar.lotr eingeben
  • Das Ergebnis:
    easer-egg-herr-der-ringe-hobbit

OSX: Versteckte Programme im Dock transparent darstellen

Gut versteckt und nicht in den Programm-Einstellungen zu finden, hält Apples Betriebssystem OSX einige verborgene Funktionen für seine Nutzer bereit. Ganz Hacker-Like müssen diese über das Terminal aktiviert werden. Doch gleich vorweg: Die meisten dieser versteckten Optionen entpuppen sich als fragwürdige Verbesserungen oder Veränderungen. Eine dieser Einstellungen finde ich allerdings nützlich: Es ist möglich versteckte Programme im Dock transparent darzustellen. Das ist hilfreich, wenn man schon vor den Klick auf das App-Icon wissen möchte, ob die gewünschte Anwendung daraufhin öffnet oder nicht.


Und so geht’s:

Das Aktivieren dieser Dock-Option ist kinderleicht: Einfach das Terminal öffnen und diese Zeile einfügen:
[js]defaults write com.apple.Dock showhidden -bool YES
killall Dock[/js]

Enter drücken: Das Dock sollte jetzt neu starten und versteckte Programme werden transparent dargestellt. Wer diese Option wieder rückgängig machen möchte, gibt statt YES, in der ersten Zeile des Befehles, einfach NO ein.

Makros im Terminal via alias definieren

Eigene Makros im Terminal definieren und dadurch täglich Zeit sparen — das klingt nach einer tollen Sache auf die ich heute via Screencast auf Nettuts+ gestoßen bin. Um was geht’s genau? Wer täglich mit dem Terminal arbeitet, wird nicht darüber hinweg kommen, immer und immer wieder die gleichen Befehle zu tippen. Sei es das Wechseln zum immer gleichen Ordner, das Ändern von Dateirechten oder die Neuanlage eines Projektes mit der immer wieder gleichen Struktur. Die täglichen Eingaben wiederholen sich und Möglichkeiten zur Optimierung werden gesucht. Genau für diesen Fall wurden alias erschaffen, die genauso wie Makros zuvor definierte Aktionen ausführen.

Ein einfaches alias-Beispiel

Folgende alias-Definition genügt, um zukünftig lediglich mit der Eingabe von “doc” auf die im Benutzerordner befindlichen Dokumente zu wechseln.

alias doc='cd ~/Documents'

Wird diese alias-Definition direkt im Terminal eingegeben, gilt dieses Makro lediglich bis zur Beendigung der Sitzung. Um die Funktionalität der Kurzschreibweise permanent zu nutzen, gibt es die Datei .bash_profile im Benutzerordner (auf Mac OSX). In dieser können alle Verweise notiert und gespeichert werden. Um anfänglichen Verwunderungen vorzubeugen: Änderungen in dieser Datei werden erst nach einem Neustart der Sitzung aktiv.

Das tägliche Navigieren in das Theme-Verzeichnis des WordPress-Blogs: In der ersten Zeile sehen wir den täglichen Aufruf, die Optimierung direkt darunter. Kürzer, schneller und einfacher zu merken.

Auch komplexere Vorgänge können in dieser Datei optimiert werden. So ist es möglich, Funktionen samt Parameter zu definieren, um so mehr als einen Befehl via alias-Funktion auszuführen.

Eine einfache Funktion definieren

function test() { cd /Users/vogrim/Desktop; mkdir $1;}


Dadurch ist es zukünftig möglich, mit der Eingabe von “test meinName”, am Desktop einen neuen Ordner anzulegen (der Name wird durch den ersten Parameter definiert). Die Variable $1 gilt als Platzhalter für den übergebenen ersten Parameter.

Was kann ich damit jetzt eigentlich machen?

Da unsere zwei definierten “Makros” zugegebenermaßen nicht viel Ersparnis bringen, liegt es nun am Benutzer selbst, Optimierungen für seinen täglichen Ablauf zu finden und die Möglichkeiten von alias im Terminal zu nutzen. Giles Lavelle veröffentlichte auf github ein Beispiel wie ein optimiertes bash_profile-File aussehen könnte.

Unter dem Strich bieten alias eine nützliche Methode um tägliche Abläufe zu optimieren und Tipparbeit und Nerven zu sparen.