Lame Secure Ordner knacken und öffnen


Ordner knacken und Daten retten

Das Programm Lame Secure hilft Mac-Usern Ordner mit sensiblen Daten via Passwort zu schützen. Die Dokumente sind danach weder über die Suche zu finden, noch ist deren Ordner ohne das richtige Kennwort einzusehen. Das heute erschienene Update zu OSX Lion unterstützt die aktuelle Version des Tools nicht. Die bisher mit Lame Secure geschützten Daten sind nach dem Update nicht mehr zu finden. Mit einem Trick gelingt es trotzdem, die sensiblen Daten zu retten. Auch für Benutzer einer älteren Apple OSX Version kann das Knacken eines mit Lame Secure geschützten Ordner zum letzten Ausweg werden, nämlich dann, wenn das Passwort zum Öffnen vergessen wurde.

So funktioniert’s:

  1. Den zu knackenden Ordner auf den Schreibtisch verschieben
  2. Terminal öffnen und zum Schreibtisch navigieren cd Desktop
  3. In den Ordner (das Programm) navigieren cd ORDNER.app/Contents/.LameFiles/
  4. Danach den Inhalt auf den Schreibtisch verschieben mv * ~/Desktop oder alternativ mv * "${HOME}/Desktop"
  5. Die Dateien wurden nun am Schreibtisch abgelegt

Lame Secure ist nicht sicher!

Wenige Schritte ermöglichen es einem also den Schutz von Lame Secure zu hintergehen (vielleicht auch deshalb der treffende Produktname). Dies spricht nicht für das Programm und deren Methodik zum Schutz von wichtigen Dokumenten. Gleichwertige Alternativen sind allerdings rar gesät und man sollte überlegen, ob es nicht eine sichere Variante gibt, um wichtige Dateien auf der Festplatte zu schützen…

Nachtrag: Via Twitter habe ich von @brandstaetter als Empfehlung zur Verschlüsselung von Daten Knox erhalten. Erfahrungsberichte gerne erwünscht!

Hintergründe in Wunderlist ändern

Als das Berliner Start-Up 6Wunderkinder vor einem Jahr begann ein Aufgabenverwaltungs-Tool zu programmieren, gab es bereits dutzende Programme auf dem Markt, die mit ähnlichen oder sogar weit interessanteren Funktionen für Benutzer zur Verwaltung ihrer Aufgaben zur Verfügung standen. 500.000 registrierte Anwender und weit über 10 Millionen Einträge später, stellt sich die Frage, wie das Unterfangen trotzdem zum Erfolg wurde. Ein maßgeblicher Grund dafür dürfte das ansprechende und zeitgemäße Oberflächen-Design und die klare Strukturierung der Anwendung sein. Auffallend sind vor allem die modernen Hintergrundbilder der Wunderlist, die sich nahtlos in die Applikation integrieren. Zwölf Bilder stehen den Benutzern zur Auswahl – Wer eigene verwenden möchte, kann dies durch einen kleinen Trick bewerkstelligen.

Eigene Wunderlist-Hintergründe in Mac OSX

  1. Im Finder zu den Programmen wechseln.
  2. Danach den Eintrag “Wunderlist” suchen und mit einem Rechtsklick die Option “Paketinhalt anzeigen” wählen.
  3. Danach in den Order Contents/Resources/backgrounds wechseln.
  4. Hier liegen alle für die Wunderlist-Applikation verwendeten Hintergrundbilder. Hier einfach den gewünschten Hintergrund mit einem bestehenden ersetzen. Name und Dateiendung müssen ident sein.
  5. Wunderlist neu starten und schon kann man das eigene Bild nutzen.

Eigene Hintergründe für Windows-Nutzer

  1. Den Windows Explorer öffnen und zum Ordner Program Files/Wunderlist/Resources/backgrounds navigieren.
  2. Danach Punkt 3-5 der Mac OSX-Erklärung durchführen. Fertig!

Geht das auch mit iPhone und iPad?

Die Veränderung der Hintergründe am iPhone oder iPad konnte ich nicht erfolgreich testen. Meine Suche führte mich allerdings zum Ort an dem die Bilder zu finden sind. Im Benutzerorder unter Musik/iTunes/Mobile Applications gibt es die Datei Wunderlist 1.2.1.ipa. Die Dateiendung muss auf .zip umbenannt werden, um das Paket zu entpacken. Danach kann man wiederum den Paketinhalt der App selbst öffnen und dort die Hintergründe ändern. Daraufhin wieder den Ordner zippen und die Dateiänderung auf .ipa zurück ändern. Wie jedoch die App wieder erfolgreich auf das mobile Endgerät zurück kommt, ist mir unklar, zumindest ohne Jailbreak. Vielleicht kann hier jemand Erfahrungen in den Kommentaren hinterlassen.

Und was ist mit den Hintergründen auf der Website?

Sofern Nachfrage besteht, könnte man ein Greasemonkey-Script basteln, das die Hintergründe unter www.wunderlist.com auf den jeweiligen Benutzer anpasst. Funktionsfähig wäre diese Erweiterung dann in allen Browsern die User-Scripts unterstützen (auch Opera kann das). Bisher ist mir kein Script bekannt, die diese Aufgabe erfüllt.


Auflösung und Dateiendung beachten

Die Macher der Wunderlist empfehlen eine Auflösung des Hintergrundbildes von 1920 x 1080 Pixel, sofern die Anwendung im Vollbild-Modus genutzt wird. Wie oben beschrieben ist dazu die Dateiendung JPG erforderlich, um das eigene Bild zu nutzen.

Eine generelle Implementierung einer benutzerdefinierten Hintergrund-Nutzung in die Wunderlist wäre selbstverständlich hilfreich. Mit einer derartigen Anzahl an Benutzern ist dies allerdings auch ein Kostenfaktor – Thema Hosting.

Makros im Terminal via alias definieren

Eigene Makros im Terminal definieren und dadurch täglich Zeit sparen — das klingt nach einer tollen Sache auf die ich heute via Screencast auf Nettuts+ gestoßen bin. Um was geht’s genau? Wer täglich mit dem Terminal arbeitet, wird nicht darüber hinweg kommen, immer und immer wieder die gleichen Befehle zu tippen. Sei es das Wechseln zum immer gleichen Ordner, das Ändern von Dateirechten oder die Neuanlage eines Projektes mit der immer wieder gleichen Struktur. Die täglichen Eingaben wiederholen sich und Möglichkeiten zur Optimierung werden gesucht. Genau für diesen Fall wurden alias erschaffen, die genauso wie Makros zuvor definierte Aktionen ausführen.

Ein einfaches alias-Beispiel

Folgende alias-Definition genügt, um zukünftig lediglich mit der Eingabe von “doc” auf die im Benutzerordner befindlichen Dokumente zu wechseln.

alias doc='cd ~/Documents'

Wird diese alias-Definition direkt im Terminal eingegeben, gilt dieses Makro lediglich bis zur Beendigung der Sitzung. Um die Funktionalität der Kurzschreibweise permanent zu nutzen, gibt es die Datei .bash_profile im Benutzerordner (auf Mac OSX). In dieser können alle Verweise notiert und gespeichert werden. Um anfänglichen Verwunderungen vorzubeugen: Änderungen in dieser Datei werden erst nach einem Neustart der Sitzung aktiv.

Das tägliche Navigieren in das Theme-Verzeichnis des WordPress-Blogs: In der ersten Zeile sehen wir den täglichen Aufruf, die Optimierung direkt darunter. Kürzer, schneller und einfacher zu merken.

Auch komplexere Vorgänge können in dieser Datei optimiert werden. So ist es möglich, Funktionen samt Parameter zu definieren, um so mehr als einen Befehl via alias-Funktion auszuführen.


Eine einfache Funktion definieren

function test() { cd /Users/vogrim/Desktop; mkdir $1;}

Dadurch ist es zukünftig möglich, mit der Eingabe von “test meinName”, am Desktop einen neuen Ordner anzulegen (der Name wird durch den ersten Parameter definiert). Die Variable $1 gilt als Platzhalter für den übergebenen ersten Parameter.

Was kann ich damit jetzt eigentlich machen?

Da unsere zwei definierten “Makros” zugegebenermaßen nicht viel Ersparnis bringen, liegt es nun am Benutzer selbst, Optimierungen für seinen täglichen Ablauf zu finden und die Möglichkeiten von alias im Terminal zu nutzen. Giles Lavelle veröffentlichte auf github ein Beispiel wie ein optimiertes bash_profile-File aussehen könnte.

Unter dem Strich bieten alias eine nützliche Methode um tägliche Abläufe zu optimieren und Tipparbeit und Nerven zu sparen.