Hintergründe in Wunderlist ändern

Als das Berliner Start-Up 6Wunderkinder vor einem Jahr begann ein Aufgabenverwaltungs-Tool zu programmieren, gab es bereits dutzende Programme auf dem Markt, die mit ähnlichen oder sogar weit interessanteren Funktionen für Benutzer zur Verwaltung ihrer Aufgaben zur Verfügung standen. 500.000 registrierte Anwender und weit über 10 Millionen Einträge später, stellt sich die Frage, wie das Unterfangen trotzdem zum Erfolg wurde. Ein maßgeblicher Grund dafür dürfte das ansprechende und zeitgemäße Oberflächen-Design und die klare Strukturierung der Anwendung sein. Auffallend sind vor allem die modernen Hintergrundbilder der Wunderlist, die sich nahtlos in die Applikation integrieren. Zwölf Bilder stehen den Benutzern zur Auswahl – Wer eigene verwenden möchte, kann dies durch einen kleinen Trick bewerkstelligen.


Eigene Wunderlist-Hintergründe in Mac OSX

  1. Im Finder zu den Programmen wechseln.
  2. Danach den Eintrag “Wunderlist” suchen und mit einem Rechtsklick die Option “Paketinhalt anzeigen” wählen.
  3. Danach in den Order Contents/Resources/backgrounds wechseln.
  4. Hier liegen alle für die Wunderlist-Applikation verwendeten Hintergrundbilder. Hier einfach den gewünschten Hintergrund mit einem bestehenden ersetzen. Name und Dateiendung müssen ident sein.
  5. Wunderlist neu starten und schon kann man das eigene Bild nutzen.

Eigene Hintergründe für Windows-Nutzer

  1. Den Windows Explorer öffnen und zum Ordner Program Files/Wunderlist/Resources/backgrounds navigieren.
  2. Danach Punkt 3-5 der Mac OSX-Erklärung durchführen. Fertig!

Geht das auch mit iPhone und iPad?

Die Veränderung der Hintergründe am iPhone oder iPad konnte ich nicht erfolgreich testen. Meine Suche führte mich allerdings zum Ort an dem die Bilder zu finden sind. Im Benutzerorder unter Musik/iTunes/Mobile Applications gibt es die Datei Wunderlist 1.2.1.ipa. Die Dateiendung muss auf .zip umbenannt werden, um das Paket zu entpacken. Danach kann man wiederum den Paketinhalt der App selbst öffnen und dort die Hintergründe ändern. Daraufhin wieder den Ordner zippen und die Dateiänderung auf .ipa zurück ändern. Wie jedoch die App wieder erfolgreich auf das mobile Endgerät zurück kommt, ist mir unklar, zumindest ohne Jailbreak. Vielleicht kann hier jemand Erfahrungen in den Kommentaren hinterlassen.

Und was ist mit den Hintergründen auf der Website?

Sofern Nachfrage besteht, könnte man ein Greasemonkey-Script basteln, das die Hintergründe unter www.wunderlist.com auf den jeweiligen Benutzer anpasst. Funktionsfähig wäre diese Erweiterung dann in allen Browsern die User-Scripts unterstützen (auch Opera kann das). Bisher ist mir kein Script bekannt, die diese Aufgabe erfüllt.

Auflösung und Dateiendung beachten

Die Macher der Wunderlist empfehlen eine Auflösung des Hintergrundbildes von 1920 x 1080 Pixel, sofern die Anwendung im Vollbild-Modus genutzt wird. Wie oben beschrieben ist dazu die Dateiendung JPG erforderlich, um das eigene Bild zu nutzen.

Eine generelle Implementierung einer benutzerdefinierten Hintergrund-Nutzung in die Wunderlist wäre selbstverständlich hilfreich. Mit einer derartigen Anzahl an Benutzern ist dies allerdings auch ein Kostenfaktor – Thema Hosting.

Battery Status Event – Erklärung und Beispiele

Screenshot W3C Battery-Status-Event

Ein Entwurf ist bereits verfügbar

Die Zeiten in denen Browser lediglich klassische Webseiten darstellen mussten sind längst vorbei. Das Internet rüstet sich für den nächsten großen Paukenschlag – Webapplikationen. Ein weiterer kleiner Schritt hin zum Browser und weg vom klassischen Betriebssystem ebnet das W3C mit dem Entwurf des Battery-Status-Events. Mit diesem soll es möglich sein, Abfragen über den Batterie-Zustand des vom Benutzer verwendeten Gerätes abzusetzen, eine Batterie-Anzeige nachzubauen und bei Bedarf auf Veränderungen zu reagieren.

Tolle Sache, wie funktioniert es?

Der Entwurf des Batterie-Status-Events ist noch sehr jung und eine Implementierung der Browserhersteller steht noch aus (Stand 13. Mai 2011) – Ein erstes Testen ist daher nicht möglich. Der voraussichtliche Funktionsumfang kann allerdings schon jetzt in der Spezifikation nachgelesen werden.


Die Attribute und Events

Über das window.batterystatus Objekt können künftig vier Informationen über die Batterie bezogen werden:

  • isBattery
    Nutzt der gerade verwendete Rechner überhaupt eine Batterie, dann wird true zurückgegeben. Ansonsten, beispielsweise bei einem Standrechner, false.
  • isCharging
    Sofern isBattery true ist, also der Rechner eine Batterie zur Stromversorgung nutzt, kann überprüft werden, ob das Gerät im Moment geladen wird. Auch hier wird true oder false als Rückgabewert verwendet.
  • level
    Mit diesem Attribut kann abgefragt werden wieviel Prozent Akku in der Batterie vorhanden ist – man erhält eine Zahl zwischen 0 und 100. Sofern der Zustand nicht ermittelt werden kann, liefert das Attribut null zurück.
  • timeRemaining
    Wieviel Sekunden der Computer mit dem derzeitigen Batterie-Stand noch ladefähig ist, kann man über dieses Attribut erfahren. Hier wird ebenfalls null zurückgegeben, sofern der Wert nicht ermittelt werden kann.

Für all diese Attribute gibt es auch Events, die sobald eine Änderung am Batterie-Status eintritt feuern. Bei level geschieht dies, wenn eine Änderung mit mindestens 1% vorliegt, bei timeRemaining wenn sich mehr als eine Minute seit dem letzten Aufruf verändert hat.

Wie bei jedem Event gibt es auch hier die Möglichkeit via addEventListener auf Ereignisse zu warten oder mit der window.onbatterstatus-Methode eine Funktion zu definieren, die bei einem Wechsel ausgeführt wird.

Beispiele

Aus mangelndem Browser-Support sind meine Beispiele eher als persönliche Interpretation der Spezifikation zu verstehen. Trotzdem ein kleiner Einblick einer möglichen Anwendung:

<script>
    window.addEventListener('batterystatus', function (event) {
        if(event.level < 3) {
            alert(“Ihr Akku neigt sich dem Ende, wollen Sie das Dokument speichern?”);
        }
        if(event.timeRemaining) {
            infoBox.innerHTML(“Sie können noch ” + (event.timeRemaining / 60)
+ ‘Minuten mit Ihrer Batterie arbeiten.’);
        }
    }, true);
</script>

 

Brauchen wir das überhaupt?

Ob Informationen über den Batteriezustand in einer Web-Applikation etwas zu suchen haben oder nicht, kann diskutiert werden. Es gibt allerdings Anwendungsfälle, die für Webentwickler interessant sein könnten. Sofern sich der Batteriezustand des Benutzers auf unter 3% bewegt, könnte man beginnen, einen Warnhinweis anzuzeigen bzw. die Benutzerdaten zu sichern, um Datenverlust zu vermeiden. Und seien wir ehrlich, so ein Batterie-Icon, gesteuert mit JavaScript, ist nerdig genug, um es zumindest einmal probiert zu haben! Mal sehen welcher Browser dieses Event zuerst implementiert. Sobald es Änderungen an dieser Front gibt, veröffentliche ich hier erste Real-Demos und weitere Informationen.

Einen Muttertag ohne konstruierten Weltschmerz bitte.

Eine Frau Mitte 30 steigt in die Straßenbahn ein und nimmt gegenüber von mir Platz. Unter ihrem Arm fischt sie eine Zeitung hervor und schlägt diese auf. Sie wirkt glücklich und entspannt. Der Himmel an diesem Muttertag ist blau, nur wenige Wolken ziehen vorbei. Sie liest einen Artikel, bewegt ihren Kopf dabei von links nach rechts. Während die Frau zur nächsten Seite blättert seufzt sie leise. Sie blickt kurz aus dem Fenster der Straßenbahn – es sind noch nicht viele Leute um diese Uhrzeit unterwegs. Sie liest weiter in ihrer Zeitung und seufzt erneut beim Blättern auf eine andere Seite, einen anderen Artikel. Mir scheint, dass die Frau etwas betrübt wirkt, durch etwas, dass sie soeben gelesen hat. Immer wieder schüttelt sie nun beim Lesen den Kopf, seufzt, wirkt unruhig. Nach fünfzehn Minuten erhebt sie sich, legt die Zeitung auf den freien Sitz neben sich und verlässt die Straßenbahn. Als sie hinausgeht, blickt sie mich kurz an. Der Ausdruck der Frau hat sich während der kurzen Fahrt verändert. Sie wirkt erschöpft. Nachdem die Türen schließen und die Straßenbahn wieder an Geschwindigkeit zunimmt, greife ich zur herumliegenden Zeitung und schlage sie auf. Je mehr ich darin blättere, desto verständlicher wird mir die Reaktion der Frau. Wörter haben Macht und die hier verwendeten drücken stark auf das Gemüt.

ÖSTERREICH 8. Mai 2011, Foto 1


Das Thema der Woche: Tötung von
Bin Laden und ein feierendes Amerika

Die Sonntagsausgabe der Zeitung ÖSTERREICH enthält an diesem Muttertag schwere Themen. Zuhause angekommen, beginne ich mit einem Textmarker Wörter hervorzuheben, die für einen derartig raschen Stimmungswechsel verantwortlich sein könnten. Ich werde durch die hoch frequentierte Verwendung von schockierenden Vokabeln in den Headlines schnell fündig.

Der 8. Mai 2011 in Worten und Bildern:

  • Attacke
  • Koma
  • Terror-Greis
  • Tötung
  • Absturz
  • Kampfhund
  • Waffe
  • Mord
  • Todeslenker
  • Bankomat-Sprenger
  • Tod
  • Waffen
  • Prügelmord
  • Taximörder
  • Drama
  • Flammen
  • Eingeklemmt
  • Alko-Todeslenker

Gepaart mit diesen schweren Überschriften sorgen bedeutungsähnliche Bilder für den nötigen Stimmungsaufbau: Böser Terrorist, aggresiver Hund, trauriges Kind, durch Schock gezeichnete Frau, Bilder einer Überwachungskamera, Foto eines ermordeten 16-jährigen, Luftaufnahmen von einem brennenden Gebäude und eine Frau vor dem Grab ihres getöteten Lebenspartners.

Gänge Praxis und verschwendete Energie

ÖSTERREICH 8. Mai 2011, Foto 2

Hund-Attacke, Sexmord, Trauer

Es ist natürlich rein spekulativ, den Wörtern und Bildern der Zeitung Schuld am betrübten Erscheinen der Frau zu geben. Ein Vorwurf ist dem Gratisblatt nicht zu machen. ÖSTERREICH schreit zwar von allen Tageszeitungen seit Beginn am lautesten und versucht mit immer radikaleren Titeln aufsehen zu erregen. Doch so funktionieren konstruierte Massenmedien schlichtweg. Dennoch stellen sich folgende Fragen: Wie stark beeinflußen die meist düsteren Bilder das Bewusstsein und die Stimmung der Leser? Ist die benötigte Energie um Wut gegen Mörder, Terroristen und Alkohol-Lenker aufzubauen, nicht andererorts besser aufgehoben? Packt man mit dem täglichen Griff zur Gratiszeitung nicht auch etwas Schwere auf den eigenen Rücken? Man muss kein Esoteriker sein und an die Macht des Unterbewußtseins, Suggestion oder Schwingungen glauben, um zum Schluss zu kommen, dass das Lesen von aufwirbelnden Artikeln immer etwas mit einem selbst macht. Diese Informationen samt Bilder nimmt man unweigerlich auf, manche mehr und manche weniger.

Der kontinuierliche Konsum erschwerender Medien ist in jedem Fall kritisch zu betrachten. Schreiende Zeitungen und Fernsehberichte bergen eine große Gefahr: Die auf Fakten beruhenden Tatsachen gehen oftmals durch die Konstruierung von Feindbildern und Meinungen verloren. Informationen solcher Art dürfen und sollten daher kritisch und gut dosiert zu sich genommen werden. In diesem Sinne: Einen schönen Muttertag an alle Leser, aber bitte ohne das blutende Päckchen der Schwere auf unserem Rücken. Zu lange getragen macht es resignierte Pessimisten aus uns und die haben bekanntlich noch keine Welt zu einer besseren gemacht.

3 Tipps um Google Docs in Opera zu nutzen

Opera-Anwender sind bei der Nutzung des Online-Textverarbeitungsprogramms Google Docs klar im Nachteil. In der Tabelle der unterstützen Browser sucht man vergebens nach dem norwegischen Export. Wer trotzdem nicht gleich aufgeben mag, findet hier drei Tipps mit denen es eventuell doch klappt.

Screenshot Google Docs in Opera 11

Google Docs in Opera 11

1. Einstellung in opera:config ändern

Das Deaktivieren der Erweiterung “ECMAScript” kann helfen um Google Docs in Opera wieder lauffähig zu machen. So funktioniert’s:

2. Obskure Spielereien mit der URL

Auf der Suche nach einer passenden Lösung stieß ich auf zwei Ansätze die zumindest bei älteren Versionen von Opera geholfen haben sollen. Hier wird folgende Manipulation der URL empfohlen:

  • Der aktuellen URL in der Adresszeile den Parameter ?browserok=true anfügen. Google selbst sagt dazu folgendes: “Please note that it is a violation of intergalactic law to use this parameter under false pretenses, so don’t let us catch you at it.
  • In einem anderen Forum wird propagiert, dass alleine durch ein Anfügen des Slashes samt Fragezeichen eine Nutzbarkeit erreicht wurde. Die Wirkung konnte vom Autor allerdings nicht bestätigt werden :-)

3. Alternativen suchen

Wer durch letztere zwei Methoden keine Lösung erzielen konnte, sollte zumindest Alternativen ins Visier nehmen, bevor er Opera frustriert wieder deinstalliert. Zwei Textverarbeitungsprogramme sind hier zu empfehlen:

  • Adobe Buzzword ist ein flashbasierendes und einfach zu nutzendes Tool. Dokumente können hier ebenfalls geteilt werden, jedoch auch mit unterschiedlichen Berechtigungsstufen.
  • Als weitere Alternative kann Zoho Writer genannt werden. Sieht auf den ersten Blick umfangreich und professionell aus – ein Test könnte sich lohnen.

Welches Problem es nun genau ist, welches das Zusammenspiel von Opera mit Google Docs so zäh macht, ist mir unklar. Es findet sich ebenfalls keine echte Lösung für das Problem im Internet sondern lediglich Ansätze. Eventuell behebt ein Update von Opera bzw. Google das Problem vielleicht eines Tages. Bis zu diesem Zeitpunkt heißt es probieren.