Gummibärchen: Gelatine aus tierischem Erzeugnis

Haben Sie gewusst, dass in den leckeren bunten Gummibärchen Gelatine enthalten ist? Und wenn ja: Haben Sie gewusst, dass diese Gelatine aus tierischem Erzeugnis produziert wird? Oder was in so einem Gummibär eigentlich genau enthalten ist? Und was man damit indirekt unterstützt?

Manchen Menschen ist es schon seit der BSE-Krise im Jahr 1999 bekannt. Manch anderen ist dieses Thema jedoch neu: Die Gelatine der leckeren HARIBO-Gummibärchen wird aus tierischen Produkten hergestellt. Folgendes ergab eine kurze Wikipedia-Recherche:

In Europa verwendete Speisegelatine wird zu

  • ca. 70 % aus Schweineschwarten hergestellt
  • 18 % aus Tierknochen
  • 10 % aus Häuten
  • 2 % andere Rohstoffe

Gelatine wird aus Abfallprodukten der Tierverarbeitenden Industrie gewonnen. Als Rohstoffe dienen Haut und Knochen von Schweinen. Erst die Gelatine verleiht den Bären die gummiartige Konsistenz.


HARIBO selbst rühmt sich auf ihrer eigenen Website damit nur qualitativ hochwertige Materialien zu verwerten. Das Unternehmen, das einen geschätzten Umsatz von bis zu 2 Milliarden Euro erzielt, produziert täglich 100 Millionen Goldbären. Gesegnet der, der bei solch einer Menge noch daran glaubt, dass die verwendeten Produkte von glücklichen Schweinen direkt vom Bauernhof stammen. Eher glaubhaft ist der Gedanke, dass hier Massentierhaltungsbetrieben unterstützt werden. In einem Internetblog fand ich sogar eine Hochrechnung, nach der nach 750 Schweine pro Tag nur für die Goldbärchen-Herstellung getötet werden müssen. Hierbei reden wir aber noch nicht von den ganzen anderen Gelatine-Produkten die es in der Süßigkeiten-Abteilung im Kaufhaus gibt.

Auch interessant: Drei Stück Gummibärchen entsprechen in etwa einem Stück Würfelzucker. Eine ganze Packung entspricht sogar 61 Stück Zucker. Dass so etwas also weder gut für die Zähne noch für die Figur ist, liegt auf der Hand. Manch einer denkt sogar, dass die kleinen Bären gesund sind, da sie wichtige Vitamine und Ballaststoffe enthalten. Der tägliche Bedarf kann selbstverständlich mit diesem ungesunden Essen nicht annähernd gedeckt werden. Im Gegensatz zum täglichen Verzehr von Obst und Gemüse. Neben Karies entstehen gerade bei Kindern oft früh Zuckerkrankheiten.

Alternativen zum Genuss von tierischen HARIBO-Gummibärchen gibt es genügend. Ein Besuch im Reformhaus reicht aus, um Produkte mit pflanzlicher Gelatine zu erwerben. In diesen ist außerdem auch noch weniger Zucker enthalten.

Wie man diese Erkenntnis nun in seinem täglichen Alltag umsetzt, beziehungsweise seinen Kindern weiter gibt, ist natürlich jedem selbst überlassen. Ein Großteil der Konsumenten ist jedoch nicht aufgeklärt und meiner Meinung nach, ist der Grund warum dies so ist, mehr als verständlich: Es rückt die kindgerechten Regenbogen-farbigen Süßigkeiten nämlich schlagartig in ein ganz anderes Licht.