Miranda: Your ICQ Number or password was rejected

Ihr nutzt Miranda, habt eure ICQ Nummer inklusive Passwort eingegeben und ihr bekommt nach dem Onlinegehen folgende Fehlermeldung „Your ICQ Number or password was rejected“? Dann habe ich einen Lösungsvorschlag für euch. Gebt euer Passwort erneut in den Optionen ein, aber dieses Mal nur acht Zeichen. Danach ist Schluss. Probiert es erneut. Bei mir ereignete sich gerade dieses lustige Phänomen und die vorgeschlagene Lösung klappte.

Im Internet habe ich folgende Erklärung dazu gefunden:


Die Passwörter sind vom Protokoll auf 8 Zeichen begrenzt. Viele Clienten schneiden beim einloggen automatisch die übrigen Stellen ab. Miranda macht das aber nicht.

Habt ihr das Problem noch weiterhin, dann kann ich euch leider nur auf Google verweisen. Trotzdem besser als nichts. Viel Spaß.

Die Dunkelheit im Innern

Ohne ein Lächeln im Gesicht, siehst du mich an,
ohne zu sprechen und ohne Verstand.
In dir ist etwas das nach Größerem strebt,
ich hoffe, dass es sich nie wieder erhebt.

Ich weiß nicht wo ich bin. Ich weiß nur, dass es regnet. Da ich davon nicht nass werde, gehe ich davon aus, dass ich in einem Raum bin. Ich habe Gänsehaut und spüre den kalten Boden unter mir. Er fühlt sich hart an. Ich habe die Knie an mich gezogen. Ich bin in dieser Stellung aufgewacht. Ich weiß nicht was davor passiert ist. Was ich davor erlebt habe. Ich weiß nicht was gestern war oder ob es ein gestern gibt. Ich weiß weder wo ich bin, noch wie ich hierher gekommen bin. Ich sehe nicht viel in der Dunkelheit. Ich kann keine Fenster erkennen. Kein einziger Lichtspalt ist zu sehen. Vielleicht ist es gerade Nacht. Ich weiß weder welchen Tag wir haben, noch wie spät es ist. Die Luft hier ist abgestanden. Ich höre mich selbst atmen. Ein leiser Luftstoß, der aus meiner Nase dringt. Gerade als ich die Hände um meine Beine lösen will, erklingt ein schrecklicher Laut in der Ferne. Ein brodelndes Geräusch, das näher zu kommen scheint. Dieser Laut durchdringt meinen ganzen Körper. Ich drücke meine Hände gegen die Ohren und presse die Augen zusammen in der Hoffnung, der unbekannten Gefahr zu entweichen. Jeder Muskel in mir scheint zu zucken und von Kälte übermannt zu werden. Nach einigen Minuten endet das Gefühl und ich höre durch meine Hände keine Geräusche mehr. Ich atme durch und löse die angespannte Haltung. Was war das? Ich atme hastig und umfasse wieder sitzend meine Beine. Ich kann dieses Geräusch nicht zuweisen aber es macht mir Angst.


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Der Klang tauber Stimmen

Die Vorlage für diese Gedichte waren Illustrationen von Astrid Christine Pollheimer, die für das englischsprachige Märchen „Lost Words“, gezeichnet wurden. Mit diesen Gedichten wurde eine deutsche Version mit dem Titel „Der Klang tauber Stimmen“ verfasst.

(1)

Unsere Mutter ist weg. Der Vater ging fort,
Sie erklärten nicht viel und hinterließen kein Wort.
Seit dem grauen Tag, sitzen wir gemeinsam hier,
Hoffnung schwindet, die Angst zerreißt uns schier.
Meine schützende Hand, sie bleibt unbewacht,
Wer hält mich in der schlaflosen Nacht?
Ich hoffe dem Überlebenstrieb wird Leichtigkeit weichen,
Ich kann nur daran denken, ob es heute wird reichen.
Ich weiß, dass dieser steinige Weg ein Ende haben muss,
Irgendwann, wird er sein, wie ein lachender Kuss.


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Herbstnacht

Heute war wieder einer dieser Tage, dachte sich die vierzehnjährige Christine. Einer der Abende an denen Mutter sich mit einem Mann zum Abendessen zuhause verabredet hatte. Sie musste derweil in ihrem Zimmer bleiben und sich beschäftigen. Um 22 Uhr sollte sie dann selbständig schlafen gehen, hatte ihre Mutter gesagt. An diesen Tagen, durfte sie sogar auf das Zähneputzen abends verzichten.

Es begann immer mit derselben Prozedur und endete jedes Mal mit Tränen in den Augen des jungen Mädchens. Zuerst kochte ihre Mutter ein gutes Essen und machte sich schick. Um halb Sieben klingelte es dann meistens an der Haustür und eine dunkle Stimme war durch die Wände in das Kinderzimmer zu hören.

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Kalte Einsicht

Er drehte den Schlüssel im Wohnungsschloss um und betrat mit lauten Schritten den Vorraum des Hauses. Er hörte das Geräusch von spielenden Kindern in einem der angrenzenden Räume. Ihm war nicht nach Begrüßungen zumute und er hatte auch keine Lust auf sonstige Konversationen. Er legte den Aktenkoffer ordentlich in eine Ecke und stieg aus den teuren Designerschuhen. Seine Frau war wohl gerade in der Küche um das Abendessen zuzubereiten. Genau aus diesem Grund mied er nun diesen Raum. Er wollte Ruhe haben.

Wenige Minuten später war er im Schlafzimmer angekommen. Er öffnete die Manschettenknöpfe seines weißen Hemdes und krempelte es bis zu seinen Ellbogen hoch. Erst jetzt bemerkte er seine hektische Atmung und den erhöhten Herzschlag. Er schloss die Tür des Zimmers und öffnete den obersten Knopf am Kragen seines Hemdes. Er ging zurück und setzt sich auf eine Bettkante, stütze die Hände auf seine Knie und vergrub seinen Kopf darin.

Um ihn herum wurde es dunkel. Schwarze Leere durchdrang ihn. Wohin führte sein Lebensweg überhaupt? Warum fühlte er sich nicht mehr selbst? Warum funktionierte er lediglich wie ein kleines Zahnrad in einer riesengroßen tickenden Uhr des Gleichsinns? Warum spürte er gerade diesen süßen Schmerz in seiner Brust? Wohin war er gelaufen und warum hatte er sich dabei niemals umgedreht? Was war der richtige Pfad? War es verwerflich sich dem hinzugeben, was einem gut erschien, trotzdem dass es nicht tiefsinnig und neu war?

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